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09.09.2010 | 02:08
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IDEE DES MONATS: Die ultimative Währung

IDEE DES MONATS


Text AKRAM EL-BAHAY UND CHRISTIAN FÄLSCHLE

Die ultimative Währung

Artikel aus Heft 04/2009
Gold ist als Krisenwährung gefragter denn je. Optimisten träumen von Notierungen über 1500 Dollar.
Totgesagte leben länger. Im August 1999, als die Feinunze Gold bei 252 Dollar notierte, waren in den Gazetten Titelgeschichten über den Tod des Goldes zu lesen. Im März letzten Jahres durchbrach das Edelmetall erstmals die magische Marke von 1000 Dollar. Und jetzt, da die Finanzkrise immer mehr Währungen zu schaffen macht, schickt sich Gold an, neue Höchststände zu erklimmen. Euro-Anleger haben von der letzten Rallye sogar doppelt profitiert, weil der Dollar gegenüber dem Euro aufwertete.

Gold - Rekordmarke im VisierDer große Vorteil des Goldes: Anders als Papiergeld lässt sich die Goldmenge nicht beliebig ausdehnen. Der weltweite Bestand entspricht der Größe eines Würfels mit einer Kantenlänge von 20 Metern. Diese Summe würde bei Weitem nicht als Wertdeckung für eine große Währung ausreichen, der große Vorteil des Goldes: Anders als Papiergeld lässt sich die Goldmenge nicht beliebig ausdehnen. Der weltweite Bestand entspricht der Größe eines Würfels mit einer Kantenlänge von 20 Metern. Diese Summe würde bei Weitem nicht als Wertdeckung für eine große Währung ausreichen, da alles Gold der Welt lediglich einem Marktwert von 3,2 Billionen Euro ent-spricht. Das reicht gerade einmal aus, um die Staatsschulden von Deutschland und Spanien zu decken.

Noch eine andere Zahl unterstreicht den Mythos des gelben Metalls: Seit Gründung der Federal Reserve im Jahr 1913 hat der Dollar 95 Prozent seiner Kaufkraft verloren. Gold dagegen ist um den Faktor 50 von damals 20 Dollar auf jetzt 1000 Dollar gestiegen. Noch immer gilt die alte Anlegerregel: Wer Gold hat, der hat immer Geld. Doch es ist nicht allein die Knappheit, die Gold zu einer attraktiven Depotbeimischung macht. „Auf den derzeitigen Trend können Sie ein Haus bauen“, ist Charttechniker Wieland Staud überzeugt. Auch der Vermögensverwalter Winfried Walter von Albrech&Cie rät, bis zu 10 Prozent des Vermögens in Gold zu halten.

Doch wer nicht aufpasst, kann beim Kauf in das edle Metall schnell daneben greifen. Anleger müssen zwischen Produkten unterscheiden, die den Preis abbilden und indirekten Wertpapieren wie beispielsweise Goldminenaktien, die nicht allein von der Entwicklung der Feinunze abhängig sind. Die beliebteste Form, in Gold zu investieren, sind sogenannte Tracker-Zertifikate, die sklavisch genau dem Goldpreis folgen.

So etwa das Papier der DZ Bank. Steigt der Basiswert um 5 Prozent, klettert das Zertifikat ebenfalls um 5 Prozent. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, legt sich Gold in den Tresor. Doch ganz billig ist das nicht. Denn die Unterschiede zwischen An- und Verkaufskursen liegen bei fast 5 Prozent. Grund dafür sind die hohen Lager-, Versicherungs- und Transportgebühren. Wer den bekannten Krügerrand bei der Bank ordert, muss derzeit 805 Euro bezahlen, bekommt bei der Rückgabe aber nur 721 Euro gutgeschrieben.

Gold als Krisenwährung
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